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September 25, 2026

Tourenplanung für Entsorgungsbetriebe: effizient disponieren

Timo Rakowski
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Tourenplanung für Entsorgungsbetriebe: effizient disponieren

Tourenplanung für Entsorgungsbetriebe bringt Aufträge, Fahrzeuge, Behälter und Zeitfenster zusammen. Wenn Sie die Tourenplanung mit Fahrer-App und ERP verbinden, nutzen Disposition und Innendienst denselben Auftragsstatus. Das erleichtert Umplanungen und schafft eine bessere Grundlage für die Abrechnung.

Ein Fahrzeug fällt aus, ein Container muss früher abgeholt werden, ein Kunde wartet auf Rückmeldung. Gibt die Disposition solche Änderungen nur telefonisch weiter, entstehen Rückfragen und Informationslücken. Wichtig ist deshalb, dass ein geänderter Auftrag zuverlässig bei allen Beteiligten ankommt.

Was muss Tourenplanungssoftware für Entsorger können?

Im Containerdienst reicht die kürzeste Strecke allein nicht aus. Die Planung muss berücksichtigen, welcher Behälter bewegt wird und welches Fahrzeug dafür geeignet ist. Dazu kommt die Frage, wann der Auftrag ausgeführt werden kann.

Prüfen Sie insbesondere diese Funktionen:

  • Behälterverwaltung: Standorte, Behälternummern, Größen und Verfügbarkeit nachvollziehen.
  • Auftragsarten: Stellen, Tauschen, Abholen und Umsetzen mit passenden Abroll oder Absetzfahrzeugen planen.
  • Tourenoptimierung: Zeitfenster, Kapazitäten, Zufahrten und Öffnungszeiten der Entsorgungsanlagen berücksichtigen.
  • Wiederkehrende Aufträge: Regelmäßige Leerungen mit zusätzlichen Einzelaufträgen verbinden.
  • Mobile Rückmeldungen: Erledigte Leistungen, Wartezeiten, Fotos und Behälterbewegungen direkt am Auftrag erfassen.
  • Schnittstellen: Wiegedaten, erforderliche Entsorgungsnachweise und abrechnungsrelevante Leistungen zwischen den beteiligten Systemen übertragen.

Lassen Sie sich diese Abläufe anhand eigener Aufträge zeigen. Besonders aufschlussreich sind Sonderfälle: ein nicht zugänglicher Container, ein Fahrzeugausfall oder eine kurzfristige Terminänderung.

ERP, Telematik und Tourenoptimierung verbinden

Das ERP verwaltet Aufträge und kaufmännische Daten. Die Tourenoptimierung unterstützt die Zuordnung und Reihenfolge der Aufträge. Telematik und Fahrer App liefern Fahrzeugdaten und Rückmeldungen aus der Ausführung. Welche Anwendung die Plantafel bereitstellt, hängt von der Lösung ab.

So sieht ein durchgängiger Ablauf aus:

  1. Der Innendienst erfasst den Auftrag mit Kunde, Standort, Behälter und Leistung.
  2. Die Disposition plant Fahrzeug, Termin und Tour.
  3. Die Fahrer App erhält die zugewiesenen Aufträge.
  4. Der Fahrer dokumentiert Erledigung und Abweichungen. Das System ordnet die Wiegedaten zu.
  5. Die geprüften Leistungen fließen in Abrechnung und Auswertung ein.

Wie das Zusammenspiel in der Praxis funktioniert, zeigt das Beispiel Rhenus Data Office. mynature stellt die benötigten Auftragsdaten bereit und übergibt sie an smart!matics NG von Couplink. Dort werden die Touren disponiert und optimiert und anschließend an die mobilen Endgeräte übertragen. Für den standardisierten Datenaustausch zwischen den Systemen kommt OpenTelematics zum Einsatz.

→ Lesen Sie den Referenzbericht von Rhenus Data Office und Couplink.

Klären Sie vor der Auswahl, welche Daten die konkrete Schnittstelle überträgt und wie Änderungen zurückgemeldet werden. Legen Sie außerdem fest, wer Übertragungsfehler bearbeitet. Eine vorhandene API allein belegt noch keine fertige Anbindung. Auch ein Cloud ERP braucht passend eingerichtete Schnittstellen.

Disposition umstellen: fünf Schritte zur Einführung

1. Ausgangslage messen

Erfassen Sie eine Woche lang Rückfragen, Umplanungen und fehlende Leistungsnachweise. So erhalten Sie Vergleichswerte für den späteren Pilotbetrieb.

2. Stammdaten bereinigen

Prüfen Sie Kundenadressen, Behälterstandorte, Fahrzeugtypen und Zeitfenster. Unvollständige Daten begrenzen den Nutzen jeder Optimierung.

3. Einen Pilotbereich wählen

Starten Sie mit einer überschaubaren Tour oder einem Standort. Legen Sie fest, wer Aufträge erfasst, Änderungen freigibt und Rückmeldungen kontrolliert.

4. Den gesamten Ablauf testen

Prüfen Sie Auftragserfassung, Tourenübergabe, Fahrer App, Verwiegung, erforderliche Nachweise und Abrechnung zusammen. Beziehen Sie Disponenten und Fahrer ein.

Testen Sie auch den Umgang mit fehlender Mobilfunkverbindung.

5. Benachrichtigungen einrichten und ausweiten

Definieren Sie, welche Änderungen Fahrer und Kunden erhalten sollen. Übernehmen Sie den Ablauf auf weitere Touren, sobald der Pilot zuverlässig funktioniert.

Für mynature bietet NETFACTORY dafür zum Beispiel das Zusatzmodul RealTime Service Alerts an. Es informiert festgelegte Empfänger bei konfigurierten Systemänderungen, etwa bei Terminverschiebungen.

→ Mehr zu den Zusatzmodulen von mynature

Wirtschaftlichkeit pro Tour sichtbar machen

Bewerten Sie die Umstellung anhand weniger Kennzahlen: Kilometer je Auftrag, Leerfahrten, Wartezeiten, Dispositionsaufwand und Zeit bis zur Abrechnung. Vergleichen Sie Touren mit ähnlichem Auftragsmix.

Für eine belastbare Wirtschaftlichkeitsrechnung müssen Erlöse und Kosten zusammenkommen. Dazu gehören Transport und Entsorgungsleistungen, Behältermieten sowie Personal, Fahrzeug und Verwertungskosten.

Fahrzeugrückmeldungen helfen, tatsächliche Aufwände zu erfassen. Die Kosten müssen Sie zusätzlich vollständig und nachvollziehbar zuordnen.
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